Green Book – Film

Green Book – Film

26. März 2019 3 Von Seitenweisheiten

Green Book von Peter Farrelly beruht auf einer wahren Geschichte. Ein hochgebildeter Afroamerikaner, der als Pianist größte Erfolge feiert, engagiert den eher mittel-intelligenten Italoamerikaner Tony als Chaffeur. Er plant eine Südstaaten-Konzerttournee und benötigt dafür einen Weißen, der ihm Schwierigkeiten vom Hals hält. Schwierigkeiten, die im Jahre 1962 in Amerika für Schwarze auf der Tagesordnung standen. Und wie soll es anderes sein, Tony, der zuerst zurückhaltend den Schwarzen gegenüber in seiner Heimatstadt New York wirkt, entpuppt sich als absolut loyaler Begleiter, der zunehmend Freundschaft mit dem pingeligen Doktor der Musik schließt.

Die 3 Oscars verdient der Film für jede Minute. Mir persönlich gefallen Road-Movies, besonders wenn sie im Amerika zu Zeiten der protzigen Classic-Cars spielen. Es sollte auch viel mehr Filme über die nicht sehr glanzvollen Zeiten der Rassentrennung geben. So lange ist das noch nicht her. Es schockiert mich jedes Mal wieder, wenn solche Momentaufnahmen oder Milieustudien veröffentlicht werden. Zuerst die Indianer, dann die Schwarzafrikaner. Die Amerikaner brauchen sich wirklich nichts einbilden auf ihre Vergangenheit.

Ein absolutes Highlight meiner Meinung nach ist Viggo Mortensen. Kaum wiederzuerkennen spielt er den Tony überzeugend, kein übertriebenes Geschnulze, mit Mut zum Waschbärbauch. Er hätte dafür den Oscar mehr als verdient! Leider hab ich die OV nicht gesehen. Hätte mich sehr interessiert, wie er mit Originalstimme klingt. Sobald er online verfügbar ist, muss ich ihn in Englisch sehen.

Womit ich zum Mahershala Ali komme. Der den Oscar für den besten Nebendarsteller bekommen hat. Ja – unbedingt! So eine Darstellung muss die höchste Auszeichnung bekommen! Vielleicht hat ihn ja schon jemand in dem Film „Hidden Figures“ gesehen. Damals hab ich ihn schon genial gefunden. Und so fesch! Ich geb es zu, der Mann gefällt mir ohne Wenn und Aber. Für mich ist das der schönste Schwarzafrikaner, den ich je gesehen habe. Das ist aber nicht der Grund, warum ich ihn mit 5 Bücherkatzen bewerte. Sein Schauspiel ist meiner Meinung nach in höchstem Maße überzeugend und perfekt. Die Mimik beim Klavierspiel, der Ausdruck und die Körpersprache sind einfach das Beste, das ich jemals bei einem Schauspieler gesehen habe.

Meine neue Bewertungsmethode, auch bei Filmen:

Spannung:
Dramaturgie:
Filmlänge:
Handlung:
Schauspieler:
Filmmusik:
Synchronisation:

(5 Bücherkatzen = Hervorragend, 4 Bücherkatzen = Zufriedenstellend, 3 Bücherkatzen = Geht so, 2 Bücherkatzen = Schlecht, 1 Bücherkatze = Sehr schlecht, 0 Bücherkatzen = unaussprechlich schlecht)